Samstag, 18. Juli 2015

Kirschseife




  Seifenstücke unter einer Käseglocke. Darauf muss man erst mal kommen!
Mir kam diese Idee als ich die Seifenmasse in meinem neuen Dividor gegossen habe und feststellen musste, dass ich besser die doppelte Menge angerührt hätte. 
So sind die Stücke nämlich ziemlich klein und schmal geworden. Wie Kuchen vom Blech. 




 Sonst gieße ich die Seife immer in eine Blogform. Irgendwie hatte ich aber die Schneiderei satt und wollte lieber gleichmäßige Rechtecke haben, wie sie nur mit einem Dividor möglich sind. Dachte ich! 

Nachdem ich das Parfum Öl eingerührt habe, ist die Masse so schnell angedickt, dass ich kaum Gelegenheit hatte, eine anständige Topfmarmorierung vorzunehmen, geschweige denn, den Brei gleichmäßig in der Form zu verteilen.

Zwar musste ich die Stücke, nach dem aushärten, nicht selbst zuschneiden, aber die Trennstäbe haben auch nicht viel dazu beigetragen, die Stücke gleichmäßiger zu formen.




 Diese Parfum Öl versaut einem immer den letzten Streich. Beim nächsten Mal  muss ich unbedingt darauf achten, dass die Seifenmasse noch fast flüssig ist, bevor ich den Duft dazu gebe.

Es wäre auch nicht schlecht gewesen, wenn ich meinem Vorrat an Farbpigmenten überprüft hätte. Kirschen sollten eigentlich rot sein, aber wenn einem das rote Pigment ausgegangen ist, muss man eben orange und rosa vermischen und hoffen, dass das Ergebnis halbwegs taugt.



  Ich persönlich kann mit der Farbe leben. Vermutlich weil  einige  Kirschen auch nicht klatsch rot sind und manchen Stellen leicht gelblich schimmern.

Der Duft ist dafür 1a. Die Seife riecht nach eingemachten Kirschen und ein bisschen nach Bittermandel (erinnert wieder an duftenden Kuchen vom Blech, allerdings in Tarnfarbe ;-))

Man könnte den Geruch auch mit einem Hubba Bubba Kaugummi vergleichen. Allein von der knalligen Farbe käme es ja hin.




 Es macht mir jedenfalls viel Spaß, neue Naturseifen zu gießen, selbst wenn nicht immer alles so klappt, wie ich es mir vorstelle.

Im Urlaub bleibt noch viel Zeit zum üben und verbessern. Außerdem möchte ich meine Parfum Öle der Reihe nach ausprobiere. Vielleicht befinden sich welche darunter, die nicht ganz so schnell andicken.

Als nächstes, denke ich, siede ich eine Brombeerseife. Unsere Sträucher hängen voll mit reifen Beeren. Ein paar davon wird mir meine Mutter sicher für die Fotos übrig lassen, bevor sie diese zu Gelee und Kuchen (vom Blech ;-)) weiter verarbeitet.




Viele Grüße
Christina


Mittwoch, 1. Juli 2015

Lindenblütenseife




  Seitdem ich Naturseifen siede, interessiere ich mich sehr für Kräuter und Blüten und wie man sie in der Seifenherstellung nutzen kann.

Letztes Jahr wollte ich zum ersten Mal eine Seife mit richtigen Lindenblüten gießen. 
Wie praktisch, dass wir eine große Linde im Garten haben, bei der ich mich bedienen kann. 

Ich weiß zwar bis heute nicht so genau, ob wir eine Sommer oder eine Winterlinde haben, aber ich habe mir behalten, dass sie letztes Jahr, gut zwei Wochen früher, nämlich um den 10. Juni, in voller Blüte stand.

Aus dieser Zeit stammen auch die Fotos *hüstel*. 
Ich habe zwar fleißig alle unteren Äste abgeerntet und jede Blüte mühsam von Stielen und Blättern befreit, aber viel weiter, als bis in den Backofen, haben sie es dann doch nicht geschafft.


 Ich hatte nämlich die fixe Idee, aus den getrockneten und aromatisch duftenden Blüten, einen Tee zu kochen.

 Natürlich wollte ich das Ergebnis auch für den Blog festhalten, aber leider hatte ich kein schönes Glas oder eine Tasse zur Hand, die farblich zu dieser Fotostrecke gepasst hätte.
Also habe ich zwei grüne Gläser bestellt, auf die ich jedoch viel zu lange warten musste (wenn man spät anfängt, so wie ich, können sogar fünf Tage, entscheidend sein).

Kurzum, es verging so viel Zeit, dass sämtliche Linden, in unserem Umkreis, unsere eingeschlossen,  bald verblüht waren. 

Das Thema war somit nicht mehr aktuell und ich habe die getrockneten Blüten in eine Dose gekippt und die gelieferten Gläser im Karton gelassen.

"Nächstes Jahr", tröstete ich mich selbst,"bin ich rechtzeitig dabei und gieße eine Lindenblütenseife."



Hab ich nun auch gemacht. Nur auf den Tee habe ich verzichtet. Die Blüten haben zwar keineswegs ihr Aroma verloren, aber trinken muss ich sie nach einem Jahr Lagerung trotzdem nicht mehr.

 Sicher, ich hätte diesen Juni neue Blüten pflücken können, aber am Baum hängt nicht mehr viel, was ich ernten könnte. Ich bin wieder zu spät dran.  

   Darum lautet meine ewige Divese: "Verschiebe ich es halt auf nächstes Jahr!" 




Viele Grüße und einen sonnigen Start in den Juli.
Christina

Donnerstag, 14. Mai 2015

Flieder Seife





Gestern habe ich endlich wieder geseift!
Es ist eine Flieder-Seife entstanden, mit der ich zugegeben etwas spät dran bin.
Der Flieder ist  fast verblüht und ich hatte Mühe noch ein paar taugliche Rispen aus dem Strauch zu schneiden.




Die Vorbereitungen zum Fotografieren haben am meisten Spaß gemacht.
Die alten Weinkisten habe ich schon vor ein paar Wochen im Blumengeschäft erstanden und sie eignen sich  perfekt um Seife und kleine Gläschen in die Fächer zu stellen.




 Abgesehen davon, dass die Kulisse ganz nett aussieht, hat das  Drumherum  noch einen anderen Grund.
Die Seife ist nicht so toll geworden.
Klar, wenn man auf eine einfache Naturseife ohne viel Schnickschnack steht, erfüllt sie durchaus ihren Zweck.
Aber wenn man den Anspruch hat, etwas aufwändigere Seifen, mit einem tollen Muster zu kreieren, sind diese Seifenstückchen eher langweilig.

Die Fliederblüten, die rustikalen Holzkisten, der weiße Emaille Krug und die kleinen Einweckgläser, lenken davon ab, dass ich nicht den neusten Seifentrends gefolgt bin.  




In ca. zwei-drei Wochen, wenn die Rosen blühen, gieße ich meine nächste Seife.
Wenn es meine Zeit  erlaubt, möchte ich auch ein bisschen filzen. 
Schon lange will ich diese wunderschönen vielblättrigen Rosen haben.

Vermutlich wird es so ähnlich ablaufen wie mit der Seife. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, muss ich mich erst wieder mit der Technik vertraut machen.
Mein letzter Filztag ist nämlich auch schon eine Weile her.




Wenn ich dann noch ein passendes Puppenkind nähen und eine Decke häkeln würde, hätte ich alles vereint, was ich gerne mache.
Weil ich aber nie alles gleichzeitig machen kann, muss ich mich für gewöhnlich für eine Sache entscheiden.
Vielleicht gibt es als  Beiwerk ein paar  Duftsäckchen oder so... ;-)






Die halb verwelken Flieder-Zweige sind nach den Fotos aber nicht direkt in den Müll gewandert.
Oh, nein!
 Der Krug steht nun auf dem Schütten-Regal in unserer Küche.
 Für wie lange, ist sicher absehbar. 

Aber es ist trotzdem schön, etwas Blühendes und
 Duftendes im Haus zu haben, auch wenn es nur ein kurzweiliges Vergnügen ist.







Viele Grüße
Christina

Dienstag, 28. April 2015

Circle of friends





 Ein kleiner Granny-Gruß von mir, nach so langer Blogpause....

 Das Muster Circle of friends habe ich schon häufiger auf anderen Blogs gesehen.
 Als ich mich kurz vor Ostern fragte, welches Projekt ich über die Feiertage angehen möchte, viel mir überraschend diese Anleitung in die Hände.
Ihr könnt sie auch bei Katja von Versponnenes finden.

Weil ich nicht die Puste hatte, eine ganze Decke zu häkeln, habe ich zwei Kissen für unser Wohnzimmer gemacht. 
Das Viereckige muss noch ausgestopft werden, wobei es  auch als "Deckchen" ganz gut aussieht.

Auf gehäkelte Rundkissen stehe ich ja besonders. Meine Mutter übrigens auch. Sie hat ein bestimmtes Muster ins Auge gefasst, das sie sich schon lange von mir wünscht. 

  Momentan häkle ich Topflappen in Pastellfarben, an denen ich auch meine Freude habe. Wie ich mich kenne, höre ich bestimmt nicht eher damit auf, bis ich mindestens 10 zusammen habe. 
Aber wer braucht schon 10 Topflappen ? ;-)





Viele Grüße
Christina