Dienstag, 3. Juni 2014

Der Garten im Juni


 Neulich ist mir wieder eingefallen, dass ich einen Blog habe. Ein Blog auf dem schon eine ganze Weile nichts mehr passiert ist.
Woran das genau liegt, kann ich nicht sagen. Ich könnte aber die These wagen, dass ich unter chronischer Bilderarmut leide, denn unseren Garten fotografiere ich tatsächlich nur im Sommer.

Letztes Jahr hat dieser Garten eine Generalüberholung bekommen. Sah er anfangs noch etwas kahl aus, ist er in diesem Sommer regelrecht explodiert. Die Hainbuchenhecke, entlang unseres Grundstücks, ist in die Höhe geschossen und mittlerweile so dicht, dass sie den Holzzaun, der dahinter steht, fast gänzlich bedeckt.

Selbst die Linde, die einen schönen Formschnitt bekommen hat, wirkt wuchtiger denn je.
Bei den vielen Bäumen und Sträuchern, müssen wir uns im Herbst nicht wundern, wenn tausende Blätter durch den Garten wehen, die alle zusammen gerecht werden müssen.


  Das Farbspiel dieser Hortensie finde ich ziemlich lustig. Sie kann sich nicht entscheiden, ob sie lieber rosa, passend zu den Rosen hinter ihr oder lila wie der Lavendel vor ihr blühen soll :-)

Obwohl ich Anfang des Jahres, den Rosen abgeschworen hatte und lieber einen naturbelassenen Obst und Gemüsegarten haben wollte, bin ich nun wieder wie verzaubert, wenn ich mir das Rosentor ansehe.
 Dafür, dass wir keinen richtigen Winter hatten und die Rosen sogar noch im Februar geblüht haben, finde ich den Ertrag für Ende Mai/Anfang Juni sehr reichlich.


 Und immer wieder gehe ich mit der Kamera ganz nah heran... und auch mit der Nase.


 Das große Garten-Motto, für dieses Jahr, lautete bei uns jedoch: Obst & Gemüse.

Wir haben alles mögliche gepflanzt und jedes freie Plätzchen ausgenutzt, das für einen Himbeer, Stachelbeer, Johannisbeer, Preiselbeer oder Blaubeerstrauch ausreichend war. Dazwischen wachsen  Erdbeeren, die kleinen aus dem Wald und die großen saftigen.

Von den viele Obstbäumen werden sicher nicht alle stehen bleiben. 
 Man könnte meinen, dass bei drei Kirschbäumen zwei definitiv zu viel sind.  Aber meine Mutter wusste nicht mehr wie die Sorte heiß, die wir früher im Garten hatten, also wird diesen Sommer probiert, um zu herauszufinden, welche die richtige ist.
  Auch die Apfelbäume ( ich habe sie nicht gezählt) stehen kreuz und quer auf der Wiese oder in den Beeten.
 Mir war es wichtig, einen Baum zu finden, der purpurrote Schneewittchen Äpfel trägt.
Doch weil ich mich nicht zwischen den den dunkleroten Tafeläpfeln und den hellroten Klassikern entscheiden konnte, habe ich beide genommen.

Bei den anderen Obstbäumen wie Pflaume, Pfirsich, Nektarine und Birne, die wir ebnefalls doppelt und dreifach gesetzt haben, gibt es ähnliche Gründe.  Da einer jedoch absurder als der andere klingt, lasse ich es lieber... ;-)


 Was an Kräutern und Gemüse nicht mehr in die Beete gepasst hat, haben wir eingetopft und auf die Terasse gestellt. Ein paar von den kleineren Töpfen stehen auf der Gartenbank, wo sie den ganzen Nachmittag viel Sonne bekommen.
In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal Paprika und Chilli gepflanzt. Ich bin gespannt, ob sie  genauso schön groß wie im Geschäft werden.
Den Salat und einen Großteil der Kohlrabiblätter haben hingegen die Schnecken gefressen.
Auf dem Balkon wäre das sicher nicht passiert.


Obwohl sie schon seit einigen Wochen verblüht sind, muss ich zum Abschluss noch dieses Bild von der Ranunkel zeigen. 
Ich hätte nicht gedacht, dass aus soviel wirren Grünzeug, das im März und April, das halbe Blumenbeet überzogen hat, so eine schöne Blume wächst.



Liebe Grüße
Christina

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