Dienstag, 10. Juni 2014

Gänseblümchen Granny


Grannys häkeln artet bei mir häufig in einer Sucht aus. Ich suche nach schönen Mustern, greife zu meinen Lieblingsfarben im Wollregal und häkle wie wild drauf los.
 Dabei improvisiere ich ganz gerne, zum Beispiel, wenn keine Anleitung dabei steht, die mir vorgibt, wie viele Stäbchen ich in eine Luftmasche häkeln soll.

Leider schleicht sich nach 10 Grannys meistens Langeweile ein und ich schiele nach anderen Mustern und Wollfarben, die mich mehr reizen könnten. 
 Auf diese Weise habe ich schon viele Häkelprojete angefangen, aber selten eines zu ende gebracht.

Vor ein paar Wochen habe ich dann beschlossen eine neue Decke zu beginnen und diesesmal bis zum bitteren Ende durchzuhalten. Ich habe fast jeden Abend ein Granny gehäkelt, bis ich nach etwa zwei Wochen meinen Tiefpunkt erreicht hatte und  nur noch widerwillig die Häkelnadel in die Hand nahm.

 Stattdessen suchte ich nach neuen Mustern und wurde prompt fündig. 
Am liebsten wäre ich gleich zum Wollregal gelaufen, um auf ein paar Farbkombinationen zurück zu greifen, die ich in der Vergangenheit zusammen gelegt hatte. 
Die Versuchung, schnell ein Probe-Granny zu häkeln, war groß, aber ich ließ es dennoch bleiben. 





Seit heute zähle ich 32 Grannys. Daraus könnte ich eine schöne Puppendecke machen und wäre danach frei ein neues Projekt zu beginnen.
Ich habe mir allerdings in den Kopf gesetzt eine große Decke mit über hundert Grannys zu häkeln. Das bedeutet, dass ich mich ordentlich im Zaum halten muss, wenn ich dieses Ziel erreichen möchte.
Im Moment fällt es mir aber wieder leicht, weil ich mit meiner Mutter einen Gänseblümchen- Markt plane, auf dem es allerlei selbstgemachtes geben wird. 
 Die Gänseblümchendecke wäre also nur ein kleiner Teil in einer langen Kette aus Stoffpuppen in sommerlichen Kleidern, Jahreszeitenfiguren,  Märchenwollfeen, Taschen, Seidentüchern, Puppenbetten, Kleiderköfferchen und anderen Dingen, die man mit Gänseblümchen in Verbindung bringen kann.
 Vermutlich werde ich die Decke für diesen Zweck tatsächlich klein halten, so dass auch eine Puppe auf ihr Platz nehmen kann. 
Danach werde ich weitere Grannys dran häkeln, bis sie auf die Größe wächst, die ich vorgesehen habe.

 Mit sommerlichen Grüßen
Christina

Dienstag, 3. Juni 2014

Der Garten im Juni


 Neulich ist mir wieder eingefallen, dass ich einen Blog habe. Ein Blog auf dem schon eine ganze Weile nichts mehr passiert ist.
Woran das genau liegt, kann ich nicht sagen. Ich könnte aber die These wagen, dass ich unter chronischer Bilderarmut leide, denn unseren Garten fotografiere ich tatsächlich nur im Sommer.

Letztes Jahr hat dieser Garten eine Generalüberholung bekommen. Sah er anfangs noch etwas kahl aus, ist er in diesem Sommer regelrecht explodiert. Die Hainbuchenhecke, entlang unseres Grundstücks, ist in die Höhe geschossen und mittlerweile so dicht, dass sie den Holzzaun, der dahinter steht, fast gänzlich bedeckt.

Selbst die Linde, die einen schönen Formschnitt bekommen hat, wirkt wuchtiger denn je.
Bei den vielen Bäumen und Sträuchern, müssen wir uns im Herbst nicht wundern, wenn tausende Blätter durch den Garten wehen, die alle zusammen gerecht werden müssen.


  Das Farbspiel dieser Hortensie finde ich ziemlich lustig. Sie kann sich nicht entscheiden, ob sie lieber rosa, passend zu den Rosen hinter ihr oder lila wie der Lavendel vor ihr blühen soll :-)

Obwohl ich Anfang des Jahres, den Rosen abgeschworen hatte und lieber einen naturbelassenen Obst und Gemüsegarten haben wollte, bin ich nun wieder wie verzaubert, wenn ich mir das Rosentor ansehe.
 Dafür, dass wir keinen richtigen Winter hatten und die Rosen sogar noch im Februar geblüht haben, finde ich den Ertrag für Ende Mai/Anfang Juni sehr reichlich.


 Und immer wieder gehe ich mit der Kamera ganz nah heran... und auch mit der Nase.


 Das große Garten-Motto, für dieses Jahr, lautete bei uns jedoch: Obst & Gemüse.

Wir haben alles mögliche gepflanzt und jedes freie Plätzchen ausgenutzt, das für einen Himbeer, Stachelbeer, Johannisbeer, Preiselbeer oder Blaubeerstrauch ausreichend war. Dazwischen wachsen  Erdbeeren, die kleinen aus dem Wald und die großen saftigen.

Von den viele Obstbäumen werden sicher nicht alle stehen bleiben. 
 Man könnte meinen, dass bei drei Kirschbäumen zwei definitiv zu viel sind.  Aber meine Mutter wusste nicht mehr wie die Sorte heiß, die wir früher im Garten hatten, also wird diesen Sommer probiert, um zu herauszufinden, welche die richtige ist.
  Auch die Apfelbäume ( ich habe sie nicht gezählt) stehen kreuz und quer auf der Wiese oder in den Beeten.
 Mir war es wichtig, einen Baum zu finden, der purpurrote Schneewittchen Äpfel trägt.
Doch weil ich mich nicht zwischen den den dunkleroten Tafeläpfeln und den hellroten Klassikern entscheiden konnte, habe ich beide genommen.

Bei den anderen Obstbäumen wie Pflaume, Pfirsich, Nektarine und Birne, die wir ebnefalls doppelt und dreifach gesetzt haben, gibt es ähnliche Gründe.  Da einer jedoch absurder als der andere klingt, lasse ich es lieber... ;-)


 Was an Kräutern und Gemüse nicht mehr in die Beete gepasst hat, haben wir eingetopft und auf die Terasse gestellt. Ein paar von den kleineren Töpfen stehen auf der Gartenbank, wo sie den ganzen Nachmittag viel Sonne bekommen.
In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal Paprika und Chilli gepflanzt. Ich bin gespannt, ob sie  genauso schön groß wie im Geschäft werden.
Den Salat und einen Großteil der Kohlrabiblätter haben hingegen die Schnecken gefressen.
Auf dem Balkon wäre das sicher nicht passiert.


Obwohl sie schon seit einigen Wochen verblüht sind, muss ich zum Abschluss noch dieses Bild von der Ranunkel zeigen. 
Ich hätte nicht gedacht, dass aus soviel wirren Grünzeug, das im März und April, das halbe Blumenbeet überzogen hat, so eine schöne Blume wächst.



Liebe Grüße
Christina

Sonntag, 19. Januar 2014

Apfel-Zimt Muffins mit Buttermilch



Für den Sonntagskaffee habe ich ein paar Muffins gebacken. 
Sie sind klein und lecker und werden mit Buttermilch zubereitet. Ich habe Apfelstücke hinein gegeben, aber man kann sie selbstverständlich auch mit Erdbeeren, Kirschen oder Blaubeeren backen.

Das sind die Zutaten für etwa 14 Muffins:


  •  zwei Äpfel
  • 275 g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 1 Ei
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillin- Zucker
  • 125 g  Butter oder Margarine
  • 250 ml Buttermilch
  • 1 EL Puderzucker
  • 1/2 TL Zimt





  1.  Zwei Äpfel schälen, vierteln und in schmale Scheiben schneiden. 
  2.  Ei verquirlen. Butter schmelzen.
  3.  Zucker, Vanillin-Zucker, Mehl, Backpulver, Buttermilch und Zimt mit der geschmolzenen Butter und dem Ei vermengen. Apfelscheiben unter den Teig heben.
  4.  Die Mulden eines Muffin-Blech mit je 1 Papier-Backförmchen auslegen. Den Teig gleichmäßig darin verteilen. Im vorgeheizten Backofen 175°C/Umluft 150°C ca. 25 Minuten backen.
  5.  Nach dem backen noch etwa 5 Minuten in der Form ruhen lassen, danach vorsichtig aus den Mulden lösen, auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.
  6.  Guten Appetit :-)




 Die Muffins sind ruck-zuck gebacken und schmecken auch am nächsten Tag noch sehr gut.

Viele Grüße und einen schönen Sonntag
Christina