Mittwoch, 28. August 2013

Weißer Garten


 Morgens ist es draußen recht frisch , aber wenn am Nachmittag die Sonne scheint, fühlt es sich immer noch wie im Hochsommer an.

Unsere Rosen hatten in diesem Jahr keine einzige Laus und blühen jetzt sogar noch stärker als im Juni. Auch die Obsternte war gut. Zwar trägt unser Pfirsichbäumchen nur zwei  Früchte, von denen die größte bereits angepickt ist, aber allein der Anblick, macht gute Laune.

Im Moment finde ich "weiße Gärten" sehr schön. Unser Garten ist zwar weit davon entfernt, nur in weiß und grün zu strahlen, aber es gibt doch ein paar Ecken, die dieser Idylle sehr nahe kommen. 
Das Geheimnis ist, dass nicht nur reinweiße Blumen die Beete verschönern, sondern auch Pflanzen in grünweiß, rosaweiß und gelbweiß dazu gesetzt werden sollten. So wirkt das Beet elegant und frisch.

Wenn ich mir allerdings einige Blumen bei uns ansehe, wird mir ganz anders zu Mute. Am liebsten würde ich alle grell pinken Hortensien und Rosen rausreißen, die bei uns zu Genüge, die Beete füllen. Auch der pinke Sonnenhut ist mir ein Dorn im Auge und vor den dunklen Astern, die uns der Gärtner im Frühjahr gesetzt hat, graut es mir jetzt schon. 
Wir haben lange Zeit gerätselt  in welcher Farbe die Büsche blühen werden und  nachdem wir gestern ein paar identische Pflanzen im Baumarkt gesehen haben, wissen wir es: dunkel lila - fast aubergine und das hundertfach !
 Das ist so gar nicht unser Ding... dunkel lila macht sich nur am Pflaumenbaum gut und das Obst bezeichnet man ja eigentlich nicht als lila sondern als pflaumen blau.

Zwar sehnt sich meine Mutter von Tag zu Tag mehr nach einem ursprünglichen Garten mit vielen Obstbäumen und nur wenigen blühenden Pflanzen, aber farblich sollte es schon ein wenig harmonieren.
Aufgrund der vielen Obstbäumen und Sträuchern, die wir in diesem Jahr gesetzt haben, wird es im nächsten Jahr aber bunter als bunt werden. Ha!
Einige Fehltritte lassen sich jedoch vermeiden. 
Neben der prachtwollen aprikosenfarbenen Rose, auf dem ersten Bild, blüht derzeit zum Beispiel eine pinke Rose.
Das ist ein absolutes no go. Auch wenn beide Rosen für sich gesehen schön sind, muss dieses Bild aufgelöst werden. 

Von dem vielen Unkraut, das die Beete unsicher macht, möchte ich gar nicht erst sprechen.
Dafür, dass wir  im Frühjahr eine pflegeleichten Garten haben wollten, haben wir jetzt mehr zu tun als je zuvor .;-)

Jedenfalls legen wir im nächsten Jahr einen Gartenteich mit vielen Seerosen an. Das wird dann mein Herzstück im weißen Garten, auch wenn es zusätzliche Arbeit bedeutet. 
Wenn dann noch weiße Goldfische und grüne Frösche darin umher schwimmen, bin ich ich zufrieden :-)
( na ja, ich darf nicht übertreiben. Ganz weiß wird es bei uns ohnehin nie sein)


 Die Blumenkästen haben wir heute auch neu bepflanzt. Für die nächsten 8-10 Wochen blühen nun weißes Heidekraut, weißer Herbstzauber und weiße Astern vor unseren Küchenfenstern. 
Anfang November werden die Kästen dann herbstlich gestaltet und farblich bereits ein wenig auf Weihnachten eingestimmt.



Liebe Grüße
Christina

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